Tokio konfrontiert sich schwer mit der Reue

Aus Französischen Medien: Tiefe Reue fehlt Tokio

BEIJING, 11. Mai (Xinhuanet) -- In der französischen Zeitung "Les Échos" wurde in letzter Woche ein Artikel zum Thema "Japans Umgang mit der schwer erfüllten Reue" veröffentlicht, der die Ansicht vertritt, dass Japan es nicht eilig zu haben scheint, sich mit eigener Vergangenheit und dem Kriegsverbrechen zu konfrontieren.

In diesem Artikel wird geäußert, demokratische Kultur und seltenes Selbstbewusstsein sollen als Vorraussetzungen dafür betrachtet werden, dass ein Staat eigene Vergangenheit anerkennen und in die Zukunft aufrichtig zu blicken kann. "Wenn du mir erzählst, wie du zu deiner Vergangenheit meinst, erzähle ich dir, wie ich zu dir meine."

Solcher Umstand wird hinsichtlich der Reue ganz deutlich gezeigt. Heute besitzt Deutschland in Europa und auf der Welt gebührende Position, ein wichtiger Grund dafür ist, dass es die Verantwortung, die Deutschland beim Nazi-Verbrechen tragen soll, richtig anerkennt.

Es ist unvergesslich, dass der ehemalige Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Willy Brandt am 07. Dezember 1970 vor dem Ehrenmal der Helden des Ghettos in Warschau auf die Knie sank; Man kann auch die Rede von dem damaligen Bundespräsidenten der BRD Richard von Weizsäcker zum 40. Jubiläum des Endes des Zweiten Weltkrieges am 08. Mai 1985, die in die Geschichte eingehen kann, nicht vergessen: "Er (der 8. Mai) hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft".

Deutschland soll selbstverständlich nicht idealisiert werden. Selbst in Deutschland wird die Vergangenheitsbewältigung als eine lange und schwiere Aufgabe angesehen.

Japan und Deutschland wurden beide im Zweiten Weltkrieg geschlagen, aber Deutschland gewann schon das Vertrauen in der internationalen Gesellschaft, während die Beziehungen zwischen Japan und dessen Nachbarländern wegen der Geschichte in eine Pattsituation gerät. In diesem Artikel wird darauf hingewiesen, dass Tokio schon minimale Reue zeigt, was vielleicht von den Ländern Asiens als ungenügend angesehen wird.

Laut anderen ausländischen Medien drängen am 6. Mai insgesamt 187 internationale berühmte Geschichtsforscher einschließlich des Pulitzer-Preisträger Herbert P. Bix aus der Binghamton University, Professor John W. Dower aus MIT und Professor Ezra F. Vogel aus der Harvard University Japan dazu, Zwangsprostitution im Krieg anzuerkennen und sich dafür zu entschuldigen. Sie erklären, es sei unakzeptierbar, wenn das vorliegende Problem verneint oder unterschätzt wird.

In diesem Artikel von "Les Échos" wird darauf verwiesen, dass man besonnen und verantwortungsvoll mit der Vergangenheit umgehen sollte. Die Vergangenheit sollte einerseits nicht als ein Mittel betrachtet werden, mit dem der Gegenwart unter Druck gesetzt wird. Andererseits sollte man sich nicht in der Vergangenheit verwickeln, sodass die Gegenwart immer davon beeinflusst wird. Davon ausgehend steht die vorliegende Ansicht der allgemeinen Meinung gegenüber: Reue ist kein Symbol für Machtlosigkeit, sondern das für Mächtigkeit.

Die Verdeckung von negativen Vergangenheiten könnte wahrscheinlich die Tigung von den historischen Problemen im einheimischen Land verwirklichen, während die Unwissenheit über die Geschichte größere Probleme in der internationalen Gesellschaft verursachen kann. (Fu Peng)

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