Japan richtet Datenbank für Infektionskrankheiten ein

German.xinhuanet.com| 09-07-2021 11:23:12| 新华网
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Das Foto vom 3. April 2019 zeigt blühende Kirschbäume an beiden Ufern des Flusses Meguro in Japans Hauptstadt Tokio. (Xinhua/Du Xiaoyi)

TOKIO, 8. Juli (Xinhua) -- Die japanische Regierung wird im Laufe des Monats eine Datenbank für Infektionskrankheiten einführen, um den Kampf gegen COVID-19 zu unterstützen. Als erste Maßnahme sollen bis März nächsten Jahres die Daten von 10.000 COVID-19-Patienten erhoben werden, berichteten japanische Medien am Mittwoch. Japan wird laut Verantwortlichen für das Projekt zuerst Blut- und Speichelproben sowie die Behandlungsprotokolle von infizierten Patienten sammeln, um dabei zu helfen, den Ausbruch von COVID-19 einzudämmen. Zudem wird die Regierung Unternehmen und Universitäten voraussichtlich ab diesem Herbst Zugang zu den Protokollen gewähren, um diese bei der Erforschung von Atemwegserkrankungen zu unterstützen.

Universitäten und medizinische Einrichtungen in Japan haben bis jetzt Daten zu Infektionskrankheiten getrennt behandelt. Dabei blieben jedoch Probleme wie der Mangel an Fachkräften zur Datenanalyse sowie die Unfähigkeit, Proben aufgrund von finanziellen Engpässen aufzubewahren, ungelöst.

„Vom Standpunkt der nationalen Sicherheit ist es sehr wichtig für den Staat, eine Führungsrolle bei der kontinuierlichen Bearbeitung der Datenbank zu übernehmen“, sagte Wataru Sugiura, Leiter des Zentrums für klinische Wissenschaften am nationalen Zentrum für globale Gesundheit und Medizin, gegenüber japanischen Medien. „Es ist außerdem notwendig, Menschen zu fördern, die Forschung betreiben können, indem sie die gesammelten Daten nutzen“, fügte Wataru hinzu.

Dementsprechend werden sich voraussichtlich etwa 50 medizinische Einrichtungen dem Projekt anschließen. Die Datenbank wird von verschiedenen Organisationen wie dem nationalen Zentrum für globale Gesundheit und Medizin, dem nationalen Institut für Infektionskrankheiten sowie der Universität Tokio betrieben.

Zuerst werden die bereits in den jeweiligen Institutionen gelagerten Proben und Behandlungsdaten von COVID-19-Patienten in der Datenbank zusammengefügt. Anschließend werden neue Patienten um ihre Einwilligung gebeten, Proben sowie Daten zur Behandlung, Krankheitsverlauf, Impfnachweisen und Genom-Analysen zu erfassen.

Die Proben und Daten sollen zeigen, welche Patiententypen eher dazu neigen, schwere COVID-19-Symptome zu entwickeln.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)

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