BEIJING, 30. Oktober 2022 (Xinhuanet) -- Chinesische Forscher hätten eine wissenschaftliche In-situ-Experimentierstation auf dem Meeresboden installiert, die langfristige wissenschaftliche Forschung ohne Besatzung in der Tiefsee ermöglichen werde, teilte die Chinesische Akademie der Wissenschaften (CAS: Chinese Academy of Sciences) mit.
Die Forscher an Bord des das bemannte Tauchfahrzeug Shenhai Yongshi (Tiefseekrieger) beherbergenden Forschungsschiffs Tansuo-2 (Erkundung 2) setzten die Station während ihrer Expedition ein. Das Schiff sei nach Sanya in der südchinesischen Provinz Hainan zurückgekehrt, teilte die CAS mit.
Die wissenschaftliche In-situ-Experimentierstation ist ein neues Tiefseesystem, das von China in den letzten Jahren entworfen wurde. Es hat eine Tiefsee-Basisstation als Zentrum, kann eine Reihe von unbemannten Tauchbooten tragen und hat Anschluss an chemische/biologische Labors und andere Plattformen, um eine Reihe von In-situ-Experimenten und Erkundungen durchzuführen.
Chen Jun, ein Forscher des Instituts für Tiefseewissenschaften und -technik der CAS, sagte, dass bei herkömmlichen Meeresuntersuchungen Proben vom Meeresboden entnommen und in Labors an Land untersucht würden. Durch die Durchführung von In-situ-Tests in der Tiefsee könnten Schäden oder der Verlust von Probendaten aufgrund Umweltveränderungen vermieden werden, sagte Chen.
Nach Angaben der CAS werde die Station autonom auf dem Meeresboden arbeiten und in der Lage sein, ihre Überwachungs- und Verwaltungsaufgaben zu erfüllen. Alle Daten würden regelmäßig über den Tiefseegleiter an das Kontrollzentrum an Land übertragen, und die Forscher könnten die wissenschaftliche In-situ-Experimentierstation auch aus der Ferne steuern.
Das Energiesystem der Station kann 1.000 Kilowattstunden Strom speichern und die Station dabei unterstützen, mehr als ein halbes Jahr lang ununterbrochen auf dem Meeresboden zu arbeiten.
Bei dieser Mission schloss sich das bemannte Tauchboot "Tiefseekrieger" an die Basisstation mit dem In-situ-Labor an und führte eine Reihe von Tests durch, z. B. die drahtlose Kommunikation und die Modusumschaltung der Station.
Bei künftigen Missionen werde sich die Station an intelligentere unbemannte Experimente und Detektions- und Informationsübertragungssysteme anschließen.
(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)





