Krieg im Nahen Osten könnte weltweiten Hunger auf Rekordhoch treiben: WFP - Xinhua | German.news.cn

Krieg im Nahen Osten könnte weltweiten Hunger auf Rekordhoch treiben: WFP

2026-03-19 09:45:23| German.news.cn
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Das Foto zeigt vertriebene palästinensische Kinder in Beit Lahia im nördlichen Gazastreifen, 15. März 2026. (Foto von Rizek Abdeljawad/Xinhua)

GENF, 18. März (Xinhua) -- Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnte am Dienstag, dass der Nahostkonflikt die weltweite Hungersnot auf ein Allzeithoch treiben könnte.

„Sollte der Nahostkonflikt bis Juni andauern, könnten weitere 45 Millionen Menschen durch Preissteigerungen in akute Hungersnot geraten“, sagte der stellvertretende Exekutivdirektor des WFP, Carl Skau, auf einer Pressekonferenz in Genf.

Der Konflikt hat laut Skau erhebliche Folgewirkungen auf die weltweiten humanitären Einsätze, wobei die Lieferketten des WFP mit den schwersten Störungen seit der COVID-19-Pandemie und der Ukraine-Krise konfrontiert sind.

Während die eskalierende Gewalt im Nahen Osten nun bereits in die dritte Woche gehe, seien die Hilfsmaßnahmen von längeren Lieferzeiten und höheren Kosten betroffen, sagte Skau.

Das Welternährungsprogramm, das täglich Tausende von Lastwagen auf den Straßen im Einsatz habe, sehe sich aufgrund steigender Ölpreise mit einem Anstieg der Transportkosten um 18 Prozent konfrontiert, so Skau.

Die Organisation sei gezwungen gewesen, die Rationen für von Hungersnot bedrohte Gemeinden im Sudan zu kürzen, und könne nun nur noch jedes vierte akut unterernährte Kind in Afghanistan unterstützen, dem Epizentrum der weltweit schlimmsten Mangelernährungskrise, sagte Skau.

Skau äußerte sich zudem besorgt über die Störung der globalen Düngemittelmärkte aufgrund eines „praktisch vollständigen Stillstands“ in der Straße von Hormus, einer wichtigen Transitroute für ein Viertel der weltweiten Düngemittelversorgung.

Skau betonte, dass die weltweit steigenden Lebensmittel- und Kraftstoffkosten „Millionen von Familien den Zugang zu Grundnahrungsmitteln verwehren könnten“, und warnte, dass importabhängige Länder am stärksten betroffen sein würden.