BERLIN, 17. März 2026 (Xinhuanet) -- Die deutsche Regierung plane einen massiven Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten, um im globalen Technologiewettbewerb nicht zurückzufallen, sagte ein Minister am Dienstag.
Nach Angaben von Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, soll die Rechenzentrumskapazität Deutschlands bis 2030 gegenüber dem Niveau von 2025 mindestens verdoppelt werden, während die Kapazitäten für Künstliche Intelligenz (KI) mindestens vervierfacht werden sollen.
„Wenn man das im internationalen Maßstab sieht, haben wir sicherlich besonderen Aufholbedarf“, sagte Wildberger.
Wie die deutsche Nachrichtenagentur dpa berichtete, sind die Ziele in einem Strategiepapier des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung festgehalten, das am Mittwoch vom Kabinett verabschiedet werden soll. „Damit wollen wir im Rennen bleiben, um in Europa weiterhin zu führen, aber eben auch international sehr attraktiv zu bleiben“, sagte Wildberger.
Das Ministerium hat zudem ein Paket mit 28 Maßnahmen ausgearbeitet, das darauf abzielt, Deutschland als führenden und souveränen Datenstandort in Europa zu etablieren.
Wildberger sagte, zu den Maßnahmen gehören unter anderem, dass auf Rechenzentren Gewerbesteuern dort erhoben werden, wo sie sich befinden, und nicht dort, wo das betreibende Unternehmen registriert ist, außerdem die Straffung von Planungs- und Genehmigungsverfahren für neue Anlagen sowie die Umstellung Rechenzentren auf eine vollständige Nutzung erneuerbarer Energien.
Die Strategie zielt außerdem darauf ab, die Abhängigkeit von außereuropäischen Hyperscalern zu verringern; neue Kapazitäten sollen vorzugsweise von deutschen und europäischen Unternehmen aufgebaut werden. Ein Vorzeigeprojekt ist die Unterstützung beim Bau von mindestens einer kommerziellen „KI-Gigafactory“ in Deutschland durch ein öffentlich-privates Konsortium unter europäischer Führung.
(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)
