
Dozenten der Hainan Bielefeld University of Applied Sciences informieren Eltern und Schüler über das Studienangebot und die Zulassungsbedingungen der Hochschule in Danzhou in der Provinz Hainan in Südchina, 28. März 2026. (Hainan Bielefeld University of Applied Sciences/Handout via Xinhua)
HAIKOU, 1. April (Xinhua) -- Die Hainan Bielefeld University of Applied Sciences (BiUH) wird in diesem Jahr voraussichtlich 800 Studierende aus 25 Provinzen, autonomen Regionen und Gemeinden in China aufnehmen, teilte die Zulassungsstelle der BiUH mit.
Die Hainan Bielefeld University of Applied Sciences, ein von der Hochschule Bielefeld (HSBI) gegründeter Standort, ist die erste eigenständige Einrichtung, die von einer ausländischen Hochschule auf dem chinesischen Festland betrieben wird.
Am vergangenen Samstag veranstaltete die in der Stadt Danzhou in der südchinesischen Provinz Hainan gelegene BiUH ihren Tag der offenen Tür 2026 sowie eine Informationsveranstaltung zur Hochschulzulassung. Zahlreiche Schüler und Eltern aus Beijing, Shanghai, Hainan und anderen Orten in ganz China nahmen an der Veranstaltung teil.
„Diese Veranstaltung bietet nicht nur eine wichtige Gelegenheit, unsere Bildungsleistungen zu präsentieren, sondern dient auch als Plattform für Dialog, Austausch und gegenseitiges Verständnis“, sagte Ingeborg Schramm-Wölk, Präsidentin der BiUH.
Schramm-Wölk wies darauf hin, dass sich die Universität zum Ziel gesetzt habe, als Brücke zwischen dem chinesischen und dem deutschen Bildungssystem zu fungieren. Dabei stünden die Studierenden im Mittelpunkt ihrer Mission, während gleichzeitig die tiefe Verknüpfung von theoretischem Lernen und praktischen Fähigkeiten gefördert werde, um hochqualifizierte, anwendungsorientierte Fachkräfte mit internationaler Perspektive und Innovationsfähigkeit auszubilden.
Im Jahr 2023 nahm die BiUH ihre ersten Studierenden auf und war damit die erste ausländische Universität, der China erlaubte, ohne lokalen Partner eigenständig zu operieren. Derzeit bietet sie sieben Bachelor-Studiengänge an, nämlich Computerwissenschaft und -technologie, Digitale Technologien, Industrieingenieurwesen, Logistikingenieurwesen, Elektroingenieurwesen, Software-Engineering und Betriebswirtschaftslehre.
Im April 2018 kündigte China Pläne an, Hainan in eine Pilot-Freihandelszone umzuwandeln, mit der langfristigen Vision, einen Freihandelshafen mit chinesischer Prägung zu entwickeln. Ein zwei Jahre später veröffentlichter Masterplan sah vor, die Insel Hainan bis zur Mitte des Jahrhunderts zu einem global einflussreichen und hochrangigen Freihandelshafen auszubauen.
Gemäß diesem Plan dürfen hochrangige ausländische Universitäten und berufsbildende Einrichtungen in den Bereichen Naturwissenschaften, Ingenieurwesen, Landwirtschaft und Medizin im Freihandelshafen Hainan (FTP) eigenständig tätig sein.
Bislang hat Hainan laut Angaben der Bildungsabteilung der Provinz Partnerschaften mit 48 in- und ausländischen Universitäten geschlossen und die Genehmigung für zwei eigenständig betriebene Standorte ausländischer Universitäten sowie für 26 chinesisch-ausländische Hochschuleinrichtungen und -programme erhalten.
