China entwickelt sich zur zentralen Versorgungsdrehscheibe im Produktionsnetzwerk von ASEAN+3: Regionales Forschungsinstitut - Xinhua | German.news.cn

China entwickelt sich zur zentralen Versorgungsdrehscheibe im Produktionsnetzwerk von ASEAN+3: Regionales Forschungsinstitut

2026-04-08 17:06:52| German.news.cn
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SINGAPUR, 6. April 2026 (Xinhuanet) -- China sei zu einer bedeutenden Drehscheibe im Produktionsnetzwerk der ASEAN+3-Region geworden, die sich aus den ASEAN-Mitgliedstaaten sowie China, Japan und Südkorea zusammensetze. Dies erklärte das in Singapur ansässige ASEAN+3 Macroeconomic Research Office (AMRO) am Montag.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe sich ein grundlegender Strukturwandel vollzogen, der die Widerstandsfähigkeit der Region stütze, erklärte das Institut in seinem ASEAN+3 Regional Economic Outlook 2026.

„Auf der Angebotsseite haben sich die regionalen Produktionsnetzwerke von einem japanisch geprägten Zentrum zu einer dichteren und stärker vernetzten Struktur entwickelt, die von China getragen wird“, hieß es. Unterstützt werde dies durch Chinas wachsende Fertigungskapazitäten, seine Logistikinfrastruktur sowie seine zentrale Stellung im Handel mit Vorleistungsgütern.

„Diese Lieferverflechtungen spiegeln Interdependenz wider und keine einseitige Abhängigkeit“, heißt es in dem Bericht.

Auf der Nachfrageseite habe sich ASEAN+3 zu einer bedeutenden Quelle der weltweiten Endnachfrage entwickelt, die zusammengenommen größer sei als die der Vereinigten Staaten. Zudem sei die innerregionale Nachfrage heutzutage deutlich wichtiger als noch vor zwei Jahrzehnten.

Diese Beziehung wirke ebenfalls in beide Richtungen: Innerhalb von ASEAN+3 sei China das dominierende Nachfragezentrum, während andere Volkswirtschaften wichtige Quellen der Endnachfrage für die Exporte Chinas seien, hieß es in dem Bericht.

Zugleich hätten ausländische Direktinvestitionen (FDI) diese Verflechtungen verstärkt, da die zunehmenden intraregionalen FDI Handels- und Produktionsbeziehungen ergänzten, hieß es weiter in dem Bericht.

Bei der Veröffentlichungskonferenz des Berichts am Montag sagte AMRO-Chefökonom He Dong vor Reportern, dass es für die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten wichtig sei, dass die beteiligten Volkswirtschaften den inländischen Wertschöpfungsanteil erhöhen. Dadurch entstünden größere positive Spillover-Effekte aus ausländischen Direktinvestitionen für die heimische Wirtschaft.

Unternehmen in den ASEAN-Mitgliedsstaaten könnten davon profitieren, ihre lokalen Kapazitäten auszubauen. Durch einen höheren inländischen Wertschöpfungsanteil erhielten Unternehmen in der Region mehr Chancen. Zugleich würden die Lieferketten widerstandsfähiger gegenüber externen Schocks, sagte He.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)

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