BEIJING, 10. August (Xinhua) -- Während des China-Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Mai dieses Jahres lud ihn der chinesische Staatspräsident Xi Jinping ein, eine Fotoausstellung in der Großen Halle des Volkes in Beijing zu besuchen, die der ewigen Freundschaft zwischen den beiden Ländern gewidmet war.
Als die beiden Präsidenten durch die Ausstellung schlenderten und sich Bilder ansahen, die ihre engen Kontakte und die soliden Fortschritte in der chinesisch-russischen Zusammenarbeit dokumentierten, hielten sie vor einem vertrauten Bild vom Moskauer Roten Platz inne.
Das Foto, das am 9. Mai 2025 während der Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion im Großen Vaterländischen Krieg aufgenommen wurde, zeigte Xi, wie er zwischen Putin und dem russischen Veteranen des Zweiten Weltkriegs Evgeny Znamensky saß. Dessen Anzug war mit Medaillen geschmückt, die er sich im Krieg verdient hatte. Die beiden Staatschefs unterhielten sich herzlich mit dem Veteranen.
Der 100-jährige Veteran erinnerte sich an die herzlichen Momente ihres Treffens in Moskau vor mehr als einem Jahr und berichtete, dass die Temperatur an jenem Tag unter 10 Grad Celsius gelegen habe. „Staatspräsident Xi war besorgt, dass mir kalt werden könnte, und bat ausdrücklich um eine Decke für mich.“
Znamensky war von dieser Geste tief berührt und sagte, er schätze Xis Freundlichkeit sehr.
Die Decke war zwar nur eine kleine Geste, doch sie spricht Bände über einen Kerngedanken der chinesischen Diplomatie.
„Freundschaft, die aus engen Kontakten zwischen den Menschen entsteht, ist der Schlüssel zu soliden zwischenstaatlichen Beziehungen“, formulierte Xi diese Philosophie bei der Eröffnungszeremonie des „Gürtel und Straße“-Forums für internationale Zusammenarbeit im Jahr 2017.
Während seiner Auslandsbesuche und diplomatischen Aktivitäten hat Xi durch Aufrichtigkeit und gegenseitigen Respekt Freundschaften mit Menschen auf der ganzen Welt geknüpft. Selbst bei einem anspruchsvollen Terminkalender nimmt er sich stets Zeit, Menschen aus allen Gesellschaftsschichten zu treffen.
Sein warmes Lächeln und seine zugängliche Art haben unzählige unvergessliche Momente geschaffen und Brücken des gegenseitigen Verständnisses und der Freundschaft über Grenzen hinweg geschlagen.
Während seines Besuchs in Russland im Mai 2015 überreichte Xi Vertretern russischer Kriegsveteranen Gedenkabzeichen, um ihren Beitrag zum Sieg im weltweiten antifaschistischen Krieg zu würdigen.
Als Xi bemerkte, dass der russische Veteran Gaverdovsky Schwierigkeiten hatte, sicher zu gehen, sagte er zu ihm: „Ich komme zu Ihnen und bringe Ihnen die Plakette! Sie brauchen sich nicht zu bewegen.“ Daraufhin ging Xi zügig auf Gaverdovsky zu und überreichte ihm die Plakette.
Gaverdovsky sagte nach der Zeremonie, er sei von der Sorgfalt und Rücksichtnahme des chinesischen Staatspräsidenten tief berührt gewesen.
Ebenso herzlich und aufmerksam ist Xi im Umgang mit jungen Menschen.
Im Mai 2024 stattete Xi Ungarn einen Staatsbesuch ab. Zu denjenigen, die den chinesischen Staatschef begrüßten, gehörte auch das ungarische Mädchen Olah Tamara. Sie hatte Xi bereits 2009, als er das Land als chinesischer Vize-Staatspräsident besuchte, Blumen überreicht.
Als er erfuhr, dass sie dasselbe Mädchen war, das ihm vor 15 Jahren Blumen überreicht hatte, erinnerte sich der Staatspräsident an diese Begegnung. „Du bist groß geworden. Damals warst du nur so groß“, sagte er und machte eine Geste mit der Hand.
Der kurze Austausch überbrückte die Jahre im Handumdrehen. Tief bewegt sagte Olah, sie hätte nie gedacht, dass Xi sich noch an sie erinnern würde. „Er ist so herzlich und freundlich“, sagte sie.
Es gibt noch viele weitere solcher Momente während Xis Auslandsreisen. Als er an einem regnerischen Tag Kinder in Deutschland begrüßte, ermahnte er sie, sich warm zu halten und sich nicht zu erkälten. In Australien nahm er sich Zeit für ein Treffen mit Grundschülern, die ihm Briefe geschrieben hatten, lud sie zu Studienreisen nach China ein und ermutigte sie, weiter zu schreiben. Bei einem Besuch einer Highschool im US-Bundesstaat Washington unterhielt er sich mit Schülern über Sport, Musik und das Leben als Jugendliche.
Bei Begegnungen mit Arbeitern und Bauern ist Xi für seine bodenständige Art und seine aufrichtige Herzlichkeit bekannt.
Da Xi in seinen jüngeren Jahren selbst mit Bauern gearbeitet und gelebt hat, teilt er mit ihnen seit jeher eine tiefe Verbundenheit.
Bei einem Besuch bei einer Bauernfamilie in Costa Rica im Jahr 2013 reflektierte er über seine eigenen Erfahrungen bei der Arbeit auf dem chinesischen Land und sagte, er sei selbst Bauer gewesen und wisse aus eigener Erfahrung, wie das Leben der chinesischen Bauern aussehe.
Beim Spaziergang durch die kleine Kaffeeplantage der Familie hielt Xi immer wieder inne, um den Gastgeber, Marco Tulio Zamora, zum Kaffeeanbau, zur Produktion und zum Verkauf zu befragen.
Für Zamora ist dieses Gespräch unvergesslich. Er sagte, er habe selten erlebt, dass ein ausländischer Staatschef eine gewöhnliche Familie wie die seine besucht habe, und fügte hinzu, dass sich seine Familie zutiefst geehrt gefühlt habe.
Während seines Besuchs in Serbien im Jahr 2016 besichtigte Xi das Stahlwerk Smederevo. In der riesigen und geschäftigen Warmwalzhalle dröhnten die Maschinen, und die Luft war von Hitze erfüllt. Xi blieb von Zeit zu Zeit stehen, beobachtete aufmerksam den Produktionsprozess und stellte detaillierte Fragen zum Betrieb des Werks.
Später besuchte Xi die Mitarbeiterkantine. Was ihn am meisten interessierte, war der Alltag der Beschäftigten. Nenad Cvetanovic, ein langjähriger Mitarbeiter des Stahlwerks Smederevo, erinnert sich noch immer an das Gefühl der Ermutigung unter den Arbeitern, als der chinesische Staatschef ihnen sagte, das Werk werde „sicherlich wiederbelebt werden“.
„Staatspräsident Xis Umgang mit uns fand bei den Arbeitern des Stahlwerks großen Anklang. Seine Fürsorge für uns kam direkt von Herzen und gab uns ein starkes Gefühl von Sicherheit und Hoffnung“, sagte er.
Das 1913 gegründete Stahlwerk Smederevo galt einst als „der Stolz Serbiens“. Doch Ende der 1990er Jahre hatten sinkende Wettbewerbsfähigkeit und schlechtes Management das Werk an den Rand der Schließung getrieben. Im Jahr 2016 übernahm die chinesische HBIS-Gruppe das Werk. Durch gemeinsame Anstrengungen beider Seiten hat das Werk einen atemberaubenden Wandel durchlaufen und seine Position als einer der wichtigsten Exportmotoren Serbiens zurückgewonnen.
Im Jahr 2024 schrieben 30 serbische Arbeiter des Stahlwerks einen Brief an Xi, in dem sie die Entwicklungsgeschichte des Werks schilderten und ihre Dankbarkeit für seine Unterstützung zum Ausdruck brachten, die den Erfolg des Projekts ermöglicht habe.
Xi erklärte in seinem Antwortbrief, es sei eine große Freude zu erfahren, dass das Stahlwerk nach der Investition eines chinesisch finanzierten Unternehmens die Verluste schnell in Gewinne umgewandelt habe.
Die Entwicklung des Werks, so sagte er, sei ohne das Engagement und die harte Arbeit der Arbeiter nicht möglich gewesen, die sich unermüdlich für das schnelle Wachstum des Stahlwerks eingesetzt und ein neues Kapitel in der eisernen Freundschaft zwischen China und Serbien geschrieben hätten.
„Dafür gebe ich Ihnen einen Daumen hoch“, schrieb Xi in dem Brief.
