Niederlande mit anhaltender Dürre konfrontiert - Rhein erreicht Rekordtief - Xinhua | German.news.cn

Niederlande mit anhaltender Dürre konfrontiert - Rhein erreicht Rekordtief

2026-08-13 14:42:18| German.news.cn
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Menschen vergnügen sich am freigelegten Ufer der Waal in Nijmegen in der Provinz Gelderland in den Niederlanden, 6. August 2026. (Xinhua/Shao Haijun)

DEN HAAG, 12. August (Xinhua) -- Die Niederlande sind mit einer anhaltenden Dürre konfrontiert, wobei die Maßnahmen zur Speicherung und Verteilung von Süßwasser zunehmend unter Druck geraten, teilte das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft am Dienstag mit.

In seinem wöchentlichen Dürremonitor bezeichnete das Ministerium die Lage als „äußerst außergewöhnlich“. Die Abflussmenge des Rheins bei Lobith, wo der Fluss von Deutschland aus in die Niederlande fließt, ist auf 615 Kubikmeter pro Sekunde gesunken - den niedrigsten jemals dort gemessenen Wert.

Auch die Abflussmengen der Maas, eines großen Flusses, der durch Frankreich und Belgien fließt, bevor er in die Niederlande eintritt, sind niedrig, während die Grundwasserstände im Großteil des Landes laut dem Ministerium von niedrig bis extrem niedrig reichen.

Die niedrigen Wasserstände der Flüsse könnten bis in den Dezember hinein anhalten, während für die kommende Woche warmes Wetter und kaum nennenswerte Niederschläge vorhergesagt werden, so der Bericht.

Das landesweite Niederschlagsdefizit wird voraussichtlich rund 300 Millimeter erreichen, was mit den Werten während der schweren Dürre von 2018 vergleichbar ist, hieß es in dem Bericht; in einigen Regionen habe das Defizit bereits 400 Millimeter überschritten.

Die anhaltende Dürre fordert zunehmend ihren Tribut von der Landwirtschaft und den Ökosystemen, wobei sich die Ernte- und Umweltschäden in einigen Regionen verschlimmern. Auch die Wasserqualität hat sich laut dem Bericht verschlechtert und in einigen Gebieten werden Blaualgenbefall und Fischsterben gemeldet.

Das Ministerium erklärte, die Trinkwasserversorgung sei weiterhin gesichert, obwohl steigende Salzgehalte zunehmend Anlass zur Sorge gäben und an mehreren Trinkwasserentnahmestellen genau überwacht würden.

Im vergangenen Monat stufte die niederländische Regierung die Wasserversorgungslage des Landes von einer „drohenden Wasserknappheit“ auf eine „tatsächliche Wasserknappheit“ hoch, da anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen die Wasserressourcen weiterhin belasteten.

Die Behörden haben Maßnahmen zur Einsparung von Trinkwasser und zur Aufrechterhaltung des Wasserstands ergriffen, darunter die Einschränkung des Schleusenbetriebs in mehreren Gebieten, um den Wasserverbrauch zu senken.

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