China demonstriert erfolgreich Metall-3D-Druck im Weltraum - Xinhua | German.news.cn

China demonstriert erfolgreich Metall-3D-Druck im Weltraum

2026-04-30 22:10:58| German.news.cn
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BEIJING, 28. April (Xinhuanet) -- Chinesische Forschungseinrichtungen haben vor Kurzem erfolgreich eine Demonstration der Metall-3D-Drucktechnologie im Orbit abgeschlossen, die künftig bei der Fertigung und Instandhaltung im All eingesetzt werden könnte.

Das Institut für Mechanik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) führte die Demonstration gemeinsam mit der Innovationsakademie für Mikrosatelliten der CAS auf dem zuvor gestarteten Qingzhou-Frachtraumschiff-Testfahrzeug erfolgreich durch, berichtete die Zeitung Science and Technology Daily am Montag.

Die Metall-3D-Drucktechnologie im Weltraum steht vor zahlreichen Herausforderungen. So müssen unter Mikrogravitationsbedingungen besondere physikalische Mechanismen wie der Transfer von Metallschmelztropfen, die Stabilität von Flüssigkeitsbrücken und die Entwicklung von Schmelzbädern berücksichtigt werden. Zugleich gilt es, eine Reihe technischer Herausforderungen zu bewältigen, darunter die Gewichtsreduzierung der Nutzlast, Vibrationen beim Raketenstart, die Anpassung an Energieschnittstellen, Telemetrie und Fernsteuerung, autonomer Betrieb sowie die Sicherheit im Orbit.

Während der Demonstration nahm die 3D-Druckeinrichtung an Bord des Qingzhou-Raumschiffs den Betrieb entsprechend den vom Boden übermittelten Befehlen autonom auf. Mithilfe eines laserbasierten Drahtzufuhrverfahrens wurde Metallschmelze stabil und gleichmäßig abgeschieden, womit die Zuverlässigkeit mehrfacher fernsteuerbarer Start-Stopp-Zyklen erfolgreich nachgewiesen wurde.

Die Demonstration testete außerdem zentrale Fähigkeiten, darunter die Kompatibilität der Nutzlast mit der Raumfahrzeugplattform, die vollautomatische Durchführung des gesamten Prozesses, die Übertragung von Daten und Bildern sowie Metallabscheidungsprozesse in der Weltraumumgebung.

Es wird erwartet, dass diese Technologie dazu beitragen wird, das traditionelle Modell von Weltraummissionen nach dem Prinzip „mitnehmen, was man braucht“ in das Modell „herstellen, was man braucht“ zu überführen. Künftig könnte sie in Bereichen wie der Fertigung und Wartung im Orbit, der Herstellung von Ersatzteilen für Weltraumeinrichtungen, der Reparatur von Strukturbauteilen sowie der autonomen Unterstützung von Tiefraummissionen eingesetzt werden.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)

 

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