Deutsche Regierung lehnt Übernahmeangebot italienischer Bank für Commerzbank ab - Xinhua | German.news.cn

Deutsche Regierung lehnt Übernahmeangebot italienischer Bank für Commerzbank ab

2026-06-18 14:56:19| German.news.cn
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FRANKFURT, 16. Juni 2026 (Xinhuanet) -- Die deutsche Regierung hat am Dienstag das Übernahmeangebot der italienischen Bank UniCredit für die Commerzbank abgelehnt und damit den Übernahmekonflikt um Deutschlands zweitgrößte Privatbank weiter verschärft.

Die in Frankfurt ansässige Finanzagentur der Bundesrepublik erklärte, die Annahme des Angebots komme aus wirtschaftlicher Sicht nicht in Frage, da das Gebot keine angemessene Prämie auf den aktuellen Aktienkurs der Commerzbank enthalte.

Gleichzeitig bekräftigte die deutsche Regierung, die rund 12 Prozent an der Commerzbank hält und der zweitgrößte Aktionär der Bank ist, ihren Widerstand gegen die geplante Übernahme. In einer Erklärung teilte die Regierung mit, sie unterstütze die Strategie der Commerzbank, unabhängig zu bleiben, und lehne das, was sie als „aggressives Vorgehen“ von UniCredit bezeichnete, ab.

Die Regierung betonte, dass die Commerzbank eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft und der kleinen und mittleren Unternehmen des Landes spiele.

Sie fügte hinzu, dass die Bank auch ein großer Arbeitgeber und zentral für den Status Frankfurts als Finanzzentrum sei, und erklärte, dass beide Rollen in Zukunft bewahrt werden müssten.

Analysten haben die geplante Verbindung von UniCredit und Commerzbank als einen wegweisenden Testfall für die Bankenkonsolidierung in der Eurozone bezeichnet. Das Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung erklärte, der Schritt habe die Debatte über die Konsolidierung im europäischen Bankensektor und die Rolle der Politik bei grenzüberschreitenden Bankenfusionen neu entfacht.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)