Neue Wachstumstreiber beschleunigen Chinas industrielle Modernisierung - Xinhua | German.news.cn

Neue Wachstumstreiber beschleunigen Chinas industrielle Modernisierung

2026-07-22 10:26:17| German.news.cn
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BEIJING, 21. Juli (Xinhua) -- China modernisiert seine traditionelle industrielle Basis und fördert gleichzeitig neue Sektoren, die die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit prägen könnten. Damit möchte das Land über Größen- und Kostenvorteile hinaus zu einem stärker innovationsgetriebenen Industriemodell übergehen und der qualitativ hochwertigen Entwicklung des Landes neue Impulse verleihen.

Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete die weltweit führende Fertigungsnation einen Anstieg der industriellen Wertschöpfung um 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Industriesektor trug mit mehr als 35 Prozent zum gesamten Wirtschaftswachstum bei.

Der 15. Fünfjahresplan des Landes (2026-2030) unterstreicht die Entwicklung eines modernisierten Industriesystems, dessen Rückgrat die fortschrittliche Fertigung bildet. In Fabriken und Industrieclustern vollzieht sich derzeit ein doppelter Wandel - die Modernisierung etablierter Industrien bei gleichzeitiger Förderung neuer Wachstumsmotoren.

MODERNISIERUNG TRADITIONELLER INDUSTRIEN

Traditionelle Industrien sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der industriellen Stärke Chinas und werden zunehmend durch Technologie und Innovation neu gestaltet.

Große Industrieunternehmen verzeichneten in den ersten fünf Monaten einen Gewinnanstieg von 18,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während Schlüsselbranchen das industrielle Gesamtwachstum weiterhin stützten.

Der Anlagenbau hat sich als einer der stärksten Wachstumsträger herausgestellt. Der Sektor trug in der ersten Jahreshälfte 23,5 Prozent zum Gesamtwachstum der industriellen Wertschöpfung bei, gestützt durch eine starke Leistung in Bereichen wie Schiffbau, Automobilbau und fortschrittliche Ausrüstung.

Chinas Schiffbauindustrie veranschaulicht diesen Wandel. Als weltweit größter Schiffbauer transformiert das Land seinen Schiffbausektor rasch, um seine globale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

In den Werften in Nantong in der Provinz Jiangsu laufen die Produktionslinien auf Hochtouren, wobei sich einige Aufträge bis ins Jahr 2030 erstrecken. Die Exporte machten mehr als 90 Prozent der gesamten Schiffsauslieferungen, der Neuaufträge und des bestehenden Auftragsbestands Chinas aus, was die wachsende Wettbewerbsfähigkeit des Landes in der High-End-Fertigung unterstreicht.

Der Trend zur Modernisierung erstreckt sich über die breitere Industrielandschaft. Von den 41 wichtigsten Industriekategorien verzeichneten 32 im ersten Halbjahr ein Wachstum. Branchen wie Elektronik, Spezialausrüstung, allgemeiner Maschinenbau, Automobilbau und elektrische Ausrüstung trugen zusammen mehr als die Hälfte zum industriellen Wachstum bei.

Digitale und intelligente Technologien gestalten zudem die Realwirtschaft neu und erschließen neue Quellen für industrielles Wachstum.

KI-gesteuerte visuelle Prüfsysteme können Fehler im Mikrometerbereich automatisch erkennen und so die Effizienz erheblich steigern. Industrielle große Sprachmodelle beschleunigen zudem die Entdeckung von Antikörpern und kleinmolekularen Wirkstoffen und verkürzen die Zeiträume der präklinischen Entwicklung für zielgerichtete Krebstherapien und andere neue Medikamente um 40 Prozent. Durch praktische industrielle Anwendungen treibt China die Umsetzung seiner „KI Plus“-Initiative in der gesamten Realwirtschaft voran.

China hat mehr als 56.000 intelligente Fabriken der Basisstufe, über 9.000 der fortgeschrittenen Stufe und mehr als 500 der Spitzenstufe errichtet, während der KI-Einsatz bei produzierenden Unternehmen ab einer bestimmten Größe 30 Prozent überschritten hat.

FÖRDERUNG VON ZUKUNFTSBRANCHEN

Während China traditionelle Sektoren modernisiert, treibt es gleichzeitig die Entwicklung aufstrebender Branchen voran, die das künftige Wachstum prägen könnten.

Der Aufstieg der intelligenten Fertigung ist ein Beispiel dafür. Im Juni lieferte das chinesische Unternehmen AGIBOT, das sich auf verkörperte KI spezialisiert hat, seinen 15.000sten Roboter mit verkörperter Intelligenz aus, nur drei Monate, nachdem es den Meilenstein von 10.000 Robotern erreicht hatte. Die rasante Expansion spiegelt die zunehmende Kommerzialisierung von humanoiden Robotern und KI-Technologien wider.

Aus Daten des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) geht hervor, dass China mehr als 400 vollständige humanoide Roboterprodukte entwickelt hat. Dies macht über die Hälfte des weltweiten Gesamtvolumens aus und unterstreicht die rasch wachsende Präsenz des Landes im Robotiksektor.

Im ersten Halbjahr entfielen auf in China entwickelte vierbeinige Roboter fast 70 Prozent des weltweiten Umsatzes.

Eine Reihe technologischer Durchbrüche hat die Dynamik hinter Chinas innovationsgetriebenen Industrien unterstrichen. Dazu gehören die weltweit erste Serienproduktion der ultrahochfesten Kohlefaser T1200 sowie die Veröffentlichung des Open-Source-Großmodells „Kimi K3“.

Neue Wachstumsmotoren, darunter fortschrittliche Fertigung, die digitale Wirtschaft und moderne Dienstleistungen, trugen laut offiziellen Daten im ersten Halbjahr mehr als 40 Prozent zu Chinas Wirtschaftswachstum bei.

Eine weitere Säule der industriellen Stärke Chinas bilden zudem kleinere Spezialunternehmen. Die Produktion der auf nationaler Ebene anerkannten „Kleinen Riesen“, die sich auf Nischentechnologien und spezialisierte Fertigung konzentrieren, stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,4 Prozent. Diese Unternehmen tragen dazu bei, Lücken in den Lieferketten zu schließen und Chinas industrielles Ökosystem zu stärken.

Zusammengenommen deuten diese Trends auf eine umfassendere Umstrukturierung der chinesischen Industriewirtschaft hin. Wang Guanhua, Sprecherin des Staatlichen Amtes für Statistik (NBS), erklärte, China werde das Wachstum aufstrebender und zukunftsweisender Branchen weiterhin unterstützen und gleichzeitig traditionelle Sektoren modernisieren, um einen reibungslosen Übergang von alten zu neuen Wachstumsquellen zu gewährleisten.

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