Deutsche Investitionen in China steigen im ersten Halbjahr um ein Drittel: IW-Auswertung - Xinhua | German.news.cn

Deutsche Investitionen in China steigen im ersten Halbjahr um ein Drittel: IW-Auswertung

2026-09-16 15:41:35| German.news.cn
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BERLIN, 15. September (Xinhua) -- Deutsche Unternehmen haben laut einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ihre Investitionen in China im ersten Halbjahr 2026 um rund ein Drittel gesteigert. Zur gleichen Zeit brachen die Investitionen in den Vereinigten Staaten um 65 Prozent ein.

Die Direktinvestitionen deutscher Unternehmen in China seien in den ersten sechs Monaten des Jahres um rund 5,6 Milliarden Euro gestiegen, ein Anstieg von etwa einem Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum, teilte das IW am Montag in einer Auswertung von Daten der Deutschen Bundesbank mit.

Der Auswertung zufolge beliefen sich die reinvestierten Gewinne deutscher Unternehmen im Jahr 2025 auf 7,8 Milliarden Euro. Im selben Jahr investierten die Unternehmen laut einer früheren Analyse des IW rund 7,0 Milliarden Euro in China.

Langfristig blieben die deutschen Investitionen in China auf einem relativ hohen Niveau weitgehend stabil. Der durchschnittliche Halbjahreswert zwischen 2020 und 2025 lag laut der Auswertung ebenfalls bei rund 5,6 Milliarden Euro.

Der Großteil der deutschen Unternehmen würde weiterhin auf den chinesischen Markt setzen, sagte Jürgen Matthes, Leiter des Themenclusters Internationale Wirtschaftspolitik, Finanz- und Immobilienmärkte und Autor des Berichts.

Mehr als 85 Prozent der in China tätigen deutschen Unternehmen würden ihr derzeitiges Engagement beibehalten oder ausbauen wollen, während mehr als die Hälfte beabsichtige, ihre Investitionen zu erhöhen, so Matthes unter Berufung auf eine Umfrage der Deutschen Handelskammer in China.

China sei „ein wichtiger Absatzmarkt“ und einige Firmen würden es „als ‚Fitnesscenter‘“ nutzen, so Matthes. Wer sich gegen die harte Konkurrenz vor Ort durchsetze, schaffe das auch eher auf dem Weltmarkt, fügte er hinzu.

Die deutschen Investitionen in den Vereinigten Staaten entwickelten sich unterdessen deutlich in die entgegengesetzte Richtung.

Eine separate IW-Berechnung ergab, dass deutsche Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 rund 4,3 Milliarden Euro in den Vereinigten Staaten investierten. Dies entspricht einem Rückgang um 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um fast 80 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2024, dem letzten Vergleichszeitraum vor der Rückkehr von US-Präsident Donald Trump ins Weiße Haus.

Die erhöhte wirtschaftspolitische Unsicherheit in den Vereinigten Staaten bremse viele Investitionsentscheidungen deutscher Unternehmen aus, stellte das IW fest.