VEREINTE NATIONEN, 8. Oktober 2026 (Xinhuanet) -- Japan sei mit seinem Remilitarisierungsbestreben zu einem wichtigen Faktor geworden, der den regionalen Frieden und die Stabilität bedrohe, sagte ein chinesischer Gesandter am Donnerstag in der Generaldebatte des Ersten Ausschusses der UN-Generalversammlung für Abrüstung und internationale Sicherheit.
In diesem Jahr jährt sich die Eröffnung des Tokioter Kriegsverbrecherprozesses zum 80. Mal. Japan wurde in die Vereinten Nationen aufgenommen unter der Voraussetzung, dass es die Verbrechen des japanischen Militarismus anerkennt und die UN-Charta vollständig akzeptiert. Die derzeitige japanische Regierung leugne jedoch Japans Aggressionsgeschichte, verherrliche Kriegsverbrechen und verehre Kriegsverbrecher des Zweiten Weltkriegs.
Zugleich habe sie ihren Militäraufbau kontinuierlich verstärkt und die Remilitarisierung beschleunigt und versucht, die Drei Nichtkernwaffen-Grundsätze aufzugeben, und sei damit zu einem wichtigen Faktor geworden, der den regionalen Frieden und die Stabilität bedrohe, sagte Sun Xiaobo, Leiter der chinesischen Delegation zur 81. Sitzung des Ersten Ausschusses der UN-Generalversammlung.
„Derzeitige japanische hochrangige Beamte haben offen rücksichtslose Äußerungen über die Diskussion des Besitzes von Kernwaffen ohne jegliche Tabus gemacht, was eine schwerwiegende Provokation und Missachtung des internationalen Atomwaffensperrregimes darstellt“, sagte Sun, der Generaldirektor der Abteilung für Rüstungskontrolle des chinesischen Außenministeriums ist.
Japans Vorschlag, die „Feindstaatenklausel“ aus der UN-Charta zu streichen, sei das jüngste Beispiel für seine Herausforderung der internationalen Nachkriegsordnung unter dem Deckmantel des Status eines normalen Landes, sagte er.
Die internationale Gemeinschaft solle jede Handlung, die die Remilitarisierung Japans dulde oder gar unterstütze, ernsthaft überdenken, Japan auffordern, seine Aggressionsgeschichte tiefgreifend zu reflektieren, einen klaren Schnitt mit dem Militarismus zu vollziehen, seine Pläne zur Remilitarisierung vollständig aufzugeben und seine Nichtverbreitungsverpflichtungen nach internationalem Recht wirklich zu erfüllen, sagte Sun.
(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)
