Chinesische und deutsche Unternehmen knüpfen Win-win-Kooperationen auf Kanton-Messe - Xinhua | German.news.cn

Chinesische und deutsche Unternehmen knüpfen Win-win-Kooperationen auf Kanton-Messe

2026-11-07 16:06:43| German.news.cn
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GUANGZHOU, 6. November (Xinhua) -- Als der deutsche Geschäftsmann Can Yildirim vor 23 Jahren zum ersten Mal die Kanton-Messe betrat, war er jung und nicht sicher, wie er die richtigen Geschäftspartner finden sollte. Ein ihm unbekannter Mann namens Jimmy Chen bemerkte, dass er ein wenig verloren wirkte, und bot ihm an, ihn herumzuführen.

Diese erste Begegnung blieb ihm in Erinnerung. Yildirim und Chen sind bis heute gute Freunde geblieben, und Yildirim ist seitdem eng mit der Kanton-Messe verbunden.

„Es geht darum, aufgeschlossen zu sein und Freundschaften zu schließen“, sagte Yildirim, der heute CTO und Mitglied der Geschäftsführung des deutschen Haushaltsgeräteherstellers Severin Elektrogeräte GmbH ist. „Noch nie hat mich einer meiner chinesischen Lieferanten im Stich gelassen, wenn wir eine schwierige Zeit durchmachen mussten.“

Die Chinesische Import- und Exportmesse, besser bekannt als Kanton-Messe, ging nach ihrer 140. Austragung in Guangzhou in der Provinz Guangdong zu Ende. In den vergangenen 70 Jahren hat sich die Messe zur größten und am längsten bestehenden internationalen Handelsveranstaltung Chinas entwickelt, mit Einkäufern aus mehr als 220 Ländern und Regionen und einem kumulierten Handelsvolumen von 1,6 Billionen US-Dollar.

Für deutsche Unternehmen ist die Messe nicht nur eine Beschaffungsplattform, sondern auch eine Brücke für langfristige Kooperationen. Jialin Yan, General Manager von Bright Time (Hubei) Industrial Limited, das eng mit dem deutschen Unternehmen Drache Beteiligungs-GmbH zusammenarbeitet, ging 1987 nach Deutschland, um in Solingen zu studieren - einer Stadt, die für Messer und Besteck bekannt ist.

„Ich habe nach und nach erkannt, dass diese Branche vielversprechend war“, sagte Yan. Damals hätten europäische Marken chinesisches Besteck und chinesische Küchenartikel noch kaum für sich entdeckt. „Durch drei bis fünf Jahre harter Arbeit haben wir die Qualität unserer Produkte verbessert“, erklärte er. „Deutsche Kunden sind sehr genau und streben nach Perfektion. Als wir diese Philosophie nach China brachten, hat sie dort Wurzeln geschlagen und ist aufgeblüht.“

Yan begann Anfang der 1990er Jahre, die Kanton-Messe zu besuchen, und hat seitdem kaum eine Veranstaltung verpasst. Im Jahr 2006 half er einer Fabrik in Chongqing dabei, Keramikmesser in deutschen Supermärkten einzuführen, und öffnete damit die Tür zum globalen Markt. „Wir haben deutsche Ideen und Standards nach China gebracht, und jetzt bringen wir chinesische Keramikmesser in die Welt“, sagte er.

Die deutsche Einkäuferin Anastasia Bayeva, die gerade ihre Ready-to-wear-Kollektion für die Herbst- und Wintersaison des nächsten Jahres vorbereitet, stellte fest, dass chinesische Lieferanten versuchen würden, den Kontakt zu ihren Kunden zu pflegen, anstatt nur Waren zu produzieren. „Das ist wie ein Schritt nach vorne. Wir wissen, dass es eine neue Technologie gibt, und wir wollen auch Teil dieser neuen Technologie sein. Und es ist wirklich großartig, diese Art von Entwicklung zu beobachten“, sagte sie.

Auch der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) arbeitet mit der Kanton-Messe zusammen, um die Teilnahme weiterer deutscher „Hidden Champions“ zu organisieren, was das wachsende Interesse kleinerer deutscher Unternehmen am chinesischen Markt widerspiegelt.

„Ich weiß das sehr zu schätzen“, sagte Yildirim und ermutigte weitere europäische kleine und mittlere Unternehmen, sich selbst ein Bild zu machen. „Solche Besuche helfen beiden Seiten, den Blick zu weiten, einen fruchtbaren Dialog zu beginnen und voneinander zu lernen. Wir müssen die Stärken beider Seiten nutzen - Chinas Ingenieurwesen und Fertigung sowie unser Management der Kundenerwartungen auf unseren Heimatmärkten.“

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