China will Aufbau behindertengerechter Anlagen verstärken
BEIJING, 4. August (Xinhuanet) -- In China leben etwa 85 Millionen Menschen mit Behinderungen. Nach wie vor macht es sich die chinesische Regierung zum Ziel und zur Aufgabe, ihre gleichberechtigte Integration in die Gesellschaft zu gewährleisten, damit sie ein würdevolles, selbstbewusstes Leben führen können. Auf einer Pressekonferenz des chinesischen Staatsrats am Montag erklärte ein Regierungsvertreter, der Aufbau behindertengerechter Anlagen müsse weiter verstärkt werden. Nur so könne sichergestellt werden, dass behinderte Menschen sich frei bewegen und öffentliche Dienste nutzen können.
Die Integration von Behinderten findet in China derzeit noch schrittweise statt. So wurde im Mai 2015 eine neue Regelung eingeführt, die Blindenhunde in öffentlichen Schienenverkehrsmitteln immerhin in Beijing erlaubt. Dies bietet Menschen mit Sehbehinderung mehr Mobilität und gilt als gesellschaftlicher Fortschritt in der chinesischen Hauptstadt.
Der Regierung zufolge zeigt der Aufbau einer behindertengerechten Umgebung den Respekt der chinesischen Gesellschaft für die Rechte, Interessen und die Würde von Behinderten und deren Gewährleistung. Bereits vor drei Jahren hatte der chinesische Staatsrat „Vorschriften über den Aufbau einer barrierefreien Umgebung" erlassen. Darin wurden systematische Standards für behindertengerechte Einrichtungen, ein uneingeschränkter Informationsaustausch und Dienstleistungen für Behinderte in Wohnvierteln festgelegt. Die Vorschriften sollen das Ziel verfolgen, behinderten Menschen die Möglichkeit zu geben, sich gleichberechtigt am sozialen Leben zu beteiligen. Der Vizepräsident des chinesischen Behindertenverbands, Lü Shiming, ist der Ansicht, der Aufbau einer barrierefreien Umgebung habe beachtliche Erfolge erzielt. Allerdings müsse dringend die reale Nachfrage von Behinderten befriedigt werden:
„Behinderte können bequemer mit dem Flugzeug und dem Zug reisen. Der Zugang von Blindenhunden zu öffentlichen Einrichtungen zumindest in der Hauptstadt ist gesetzlich gewährleistet. Behinderten Menschen werden auch bei der Teilnahme an der Hochschulaufnahmeprüfung vernünftige und angenehme Bedingungen angeboten. Wir haben landesweit unter etwa 30 Millionen registrierten Behinderten eine spezielle Untersuchung über ihre grundlegenden Lebensbedingungen und ihre Bedürfnisse durchgeführt. Demnach fordern die meisten Befragten weiterhin eine behindertengerechtere Umgebung."
Beim Aufbau barrierefreier Einrichtungen in China gibt es noch Probleme. Das gab auch Liu Can vom Ministerium für Wohnung und Aufbau in Stadt und Land auf der Pressekonferenz am Montag zu. Es seien nicht genügend Einrichtungen vorhanden und viele funktionierten nicht vollständig. Aufgrund der fehlenden Instandhaltung seien die Geräte in unterschiedlichem Maße beschädigt. Liu sagte, sein Ministerium werde in Zukunft mehr Maßnahmen durchführen, um den Bedarf von Behinderten vollständig zu befriedigen:
„Wir müssen die Aufklärung über die bestehenden Maßnahmen, Normen, Regeln und Standards intensivieren. So können die Gesellschaft und auch die entsprechenden Körperschaften, besonders Techniker, den Aufbau von behindertengerechten Anlagen besser beachten. Das Ministerium für Wohnung und Aufbau in Stadt und Land wird gemeinsam mit dem chinesischen Behindertenverband eine spezielle Untersuchung über die Umsetzung starten. Wir müssen den Aufbau behindertengerechter Einrichtungen weiter ausbauen. In diesem Zusammenhang werden barrierefreie Anlagen verstärkt in Familien, Wohnvierteln und ländlichen Gebieten eingerichtet. So können noch mehr Leute sie benutzen".
(Quelle: german.cri.cn)
Li Keqiang fordert zu mehr Arbeitsstellen und besserem Leben für Behinderten auf
In China leben etwa 85 Millionen Menschen mit Behinderungen. Nach wie vor macht es sich die chinesische Regierung zum Ziel und zur Aufgabe, ihre gleichberechtigte Integration in die Gesellschaft zu gewährleisten, damit sie ein würdevolles, selbstbewusstes Leben führen können. mehr...