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Die Macht der Musik – Wie Lacrimosa mit deutscher Sprache chinesische Herzen berührt

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BEIJING, 1. Dezember (Xinhua) -- "Lacrimosa", so nennt sich das von dem Deutschen Tilo Wolff im Jahr 1990 gegründete Musikprojekt, das seit 25 Jahren Fans auf der ganzen Welt begeistert – auch in China. Im Jahr 2006 stand Tilo Wolff mit seiner Gesangspartnerin, der Finnin Anne Nurmi, zum ersten Mal auf einer chinesischen Bühne. Seitdem ist die Fangemeinschaft der Band nur angewachsen und immer mehr Chinesen haben sich aufgrund von Lacrimosa der deutschen Sprache zugewandt. Fast zehn Jahre nach ihrem ersten Auftritt war die Band im Rahmen ihrer "Unterwelt-Tour" zum vierten Mal in der Volksrepublik zu Gast und hat dabei sowohl das neue Album vorgestellt, als auch einen Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre geboten.

Als Tilo Wolff und Anne Nurmi im Beijinger Tango auf die Bühne traten, wurden sie von einer vollen Halle erwartet. Die Fans, zum Großteil in Schwarz gekleidet, waren zum Teil vier Stunden vor Beginn des Konzerts eingetroffen, um ihren Idolen in der ersten Reihe ganz nahe zu sein. Doch wieso ist Lacrimosa ausgerechnet in China so beliebt, einem Land, deren Musikszene zum großen Teil aus Pop-Balladen besteht und in dem selbst Rockmusik eine schwere Stellung hat?

Guo Weiwei ist für das Konzert in der chinesischen Hauptstadt extra aus dem über 900 Kilometer entfernten Xi'an angereist. Die junge Chinesin stolperte im Jahr 2008 zufällig über ein Lied der Gruppe und bekommt seitdem nicht genug von Lacrimosa. Sie erklärt:

"Viele junge Leute in China mögen es, sich auf ihr Inneres zu besinnen und sie wollen tiefgründige Gedanken verfolgen. Deshalb gibt es, glaube ich, viele, die Lacrimosa mögen. Sie alle suchen nach ihren wahren Emotionen und wollen diese Welt verstehen, sie geben sich nicht nur mit oberflächlichen Erscheinungen zufrieden."

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(Quelle: german.cri.cn)

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