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Xinhua Insight: Außenminister legt Chinas diplomatischen Stand aus

German.xinhuanet.com | 09-03-2016 15:54:30 | Xinhuanet

 

BEIJING, 8. März (Xinhuanet) -- Chinas jüngste diplomatische Aktivitäten hat einige internationale Beobachter überrascht und wurde auf der ganzen Welt weithin begrüßt. Während sie inländischen Interessen dienten, erweiterten sie auch die globale Beteiligung.

Während das Land eine entscheidende fünfjährige Entwicklungsphase betritt, wurde Diplomatie noch bedeutungsvoller bei der Realisierung des strategischen Plans.

Am Rande der jährlich stattfindenden Tagung des Nationalen Volkskongresses, traf sich der chinesische Außenminister Wang Yi am Dienstag mit der Presse und sprach über eine Reihe von Angelegenheiten, angefangen mit dem Südchinesischen Meer bis hin zur koreanischen Halbinsel.

NEUE HORIZONTE

Unter der Leitung des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping hat China mit neuen Gedanken, Richtlinien und Maßnahmen aktiv neuen diplomatischen Boden aufgebrochen.

„Wir sind auf dem Weg zu einer Diplomatie eines großen Landes mit chinesischen Eigenschaften, die dabei hilft den chinesischen Traum einer nationalen Verjüngung zu realisieren und eine Schicksalsgemeinschaft für die ganze Menschheit zu bauen“, sagte Wang.

Staatspräsident Xi hielt eine Neujahrsansprache, in der er Chinas neue Rolle auf der globalen Bühne geltend machte.

„Die Welt ist so groß und steht vor sehr vielen Problem“, sagte Wang auf der Pressekonferenz. „Die internationale Gemeinschaft möchte Chinas Stimme und Chinas Lösungen hören; China kann nicht abwesend sein.“

Die chinesische Währung, der Renminbi, wurde in den Korb der Währungsreserven des Internationalen Währungsfonds aufgenommen und China wurde im Januar Mitglied der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, welche gemeinsam Chinas steigende Präsenz in den globalen Finanzaktivitäten zeigen.

„Wir versuchen nicht ein Konkurrenzsystem aufzubauen“, sagte Wang und fügte hinzu „vielmehr versuchen wir eine größere Rolle in der bestehenden internationalen Ordnung zu spielen.“

NACHBARSCHAFTSWACHE

Regionale Probleme, wie zum Beispiel das Südchinesische Meer oder die koreanische Halbinsel erfordern sorgfältige Handhabung.

China wird weiterhin für die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel einstehen, und verfügt sowohl über die Verantwortung, als auch über die Fähigkeit die Resolution des US-Sicherheitsrates umzusetzen, sagte Wang.

Bezüglich des Südchinesischen Meers, sagte Wang: „Die Freiheit der Schifffahrt bedeutet nicht, dass man machen kann, was man will.“

„Das Südchinesische Meer verbleibt unter den sichersten und offensten Wasserwegen der Welt“, sagte er.

China handelt im Einklang mit dem Völkerrecht bei der Ablehnung einer Schiedsklage über das Südchinesische Meer, die von den Philippinen eingereicht wurde, deren „Hartnäckigkeit“ offensichtlich das Resultat von politischer Manipulation hinter den Kulissen darstellt.

In Hinblick auf die „Ein Gürtel, eine Straße“-Initiative, erklärte Wang, dass die Initiative nicht als chinesischer Expansionismus gesehen werden sollte, sondern vielmehr als eine Übung der Öffnung. Die Initiative hat bereits die Asiatische Infrastrukturinvestitionsbank und verbesserte industrielle Zusammenarbeit zwischen China und fast 20 Ländern hervorgebracht.

MULTIPOLARE WELT

China und die Vereinigten Staaten bauen ein neues Modell einer Beziehung zwischen wichtigen Staaten ohne Konfrontation oder Konflikt, basierend auf gegenseitigem Respekt und Win-Win-Kooperation, sagte Wang.

China hat nicht die Absicht die Vereinigten Staaten zu verdrängen, aber mit Hinblick auf die Reibungen über die maritimen Probleme, könnten beide Seiten in Sachen Zusammenarbeit offensichtlich mehr unternehmen.

Der wirtschaftliche Abschwung wird weder Investitionen noch Hilfszusagen beeinträchtigen, die man im vergangenen Dezember bei der Sitzung in Johannesburg im Zuge des Forums für Chinesisch-Afrikanische Zusammenarbeit versprochen hat, sagte Wang.

Betreffend China-Europa-Beziehungen, sagte Wang, dass die jüngsten Fortschritte keine Zweckmäßigkeit, sondern eine Notwendigkeit waren.

China schätzt Europa als wichtigen Pol in der multipolaren Welt, sagte er und fügte hinzu, dass Europa Chinas Aufstieg inzwischen in einer objektiven und vernünftigen Art und Weise betrachtet.

Es gab gleichzeitige und ergänzende Beziehungsentwicklungen zwischen China und verschiedenen europäischen Staaten, wie man am Beispiel von Xis Staatsbesuch in Großbritannien sehen konnte.

Die Beziehungen zwischen China und Russland sind ausgereift und stabil und beide Seiten besitzen ein großes Verlangen die Win-Win-Kooperation zu stärken, sagte Wang.

Wang hielt nicht zurück, als er Tokio des „Doppelspiels“ beschuldigte. Er sagte, dass es trotz Anzeichen der Besserung nur wenig Boden für Optimismus in den bilateralen Beziehungen gibt.

Einerseits äußern Japans Regierungsleiter regelmäßig einfache Plattitüden über ihren Wunsch nach besseren Beziehungen, während sie andererseits China bei jeder Gelegenheit Ärger bereiten.

Chinas Politik für den Nahen Osten hat nichts mit der Ausweitung seines Einflussbereichs oder der Errichtung von Stellvertretern zu tun, stattdessen geht es um die Erleichterung von Friedensgesprächen von einer objektiven und unparteiischen Haltung. Die „Ein Gürtel, eine Straße”-Initiative wird die pragmatische Zusammenarbeit in dieser Region vertiefen.

Wang äußerte sich zuversichtlich in Hinblick auf die Beziehungen zwischen China und Myanmar und sagte, dass die Freundschaft „stark und dynamisch“ ist. China möchte noch engere Beziehungen zu allen ASEAN-Mitgliedern und eine Schicksalsgemeinschaft zum Wohle aller bauen.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)

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