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Kommentar: Ein Schweizer Taschenmesser zur Lösung globaler Probleme

German.xinhuanet.com | 19-01-2021 16:41:26 | 新华网

von Xinhua-Reporter Shi Xiaomeng

BEIJING, 17. Januar (Xinhuanet) – „Ich kann nicht anders als zu denken, wie wunderbar es wäre, wenn ein exquisites Schweizer Taschenmesser für unsere Weltangelegenheiten gemacht werden könnte. Wenn es ein Problem gibt, können wir das Messer benutzen, um es zu lösen.“

Als der chinesische Staatspräsident Xi Jinping diese Analogie 2017 in seiner Grundsatzrede im Büro der Vereinten Nationen in Genf präsentierte, stand die Welt vor einer Weggabelung zwischen Multilateralismus und Isolationismus, Offenheit und Protektionismus.

Xi erläuterte in der Rede auch seine Vision vom Aufbau einer Schicksalsgemeinschaft für die Menschheit und wies auf die Richtung hin, in der China entschlossen war, mit dem Rest der internationalen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, um eine wohlhabendere Zukunft für alle zu schaffen.

Vier Jahre später ist Xis eindringliche Vision noch relevanter für die heutige hochgradig vernetzte und zutiefst beunruhigte Welt. Die Schwere der Entscheidung zwischen der Idee einer gemeinsamen Zukunft und der Nullsummen-Mentalität des Kalten Krieges ist noch deutlicher geworden. Und der Bedarf der Welt an einem multifunktionalen Werkzeug zur Bewältigung der gewaltigen globalen Probleme ist immer dringender geworden.

Die Enthüllung der COVID-19-Pandemie ist ebenso klar wie zwingend. Angesichts des Angriffs eines unbekannten Virus kann die unausweichliche Realität, dass das Schicksal aller Länder auf diesem Planeten gebündelt ist, für sich selbst sprechen.

Ein echtes Schweizer Messer zu fertigen, erfordert wahre Handwerkskunst. Um ein solches Instrument des Gemeinwohls für eine bessere und gemeinsame Zukunft der Menschheit zu schmieden, sollte die Welt in erster Linie zusammenkommen.

Da drängende Probleme wie die Pandemie, der Klimawandel und der Terrorismus globaler Natur sind, wird die Hinwendung nach innen und das Verstecken hinter ideologischen Verschanzungen nur dazu führen, dass der tödliche Krankheitserreger noch mehr Menschen tötet, der schmelzende Gletscher noch schneller verschwindet und Terroristen noch mehr Anschläge auf unschuldige Zivilisten verüben können.

Deshalb sollten die Nationen der Welt noch stärkere Netzwerke der Partnerschaft für die langfristige Sicherheit und das allgemeine Wohl der Menschen auf diesem Planeten pflegen.

Das Streben nach einer Win-Win-Kooperation anstelle einer Nullsummen-Konfrontation ist ebenso wichtig.

Im Zeitalter der Globalisierung kann kein Land seine eigenen Interessen bewahren oder fördern, ohne die der anderen zu berücksichtigen. Eine Win-Win-Kooperation zum gemeinsamen Nutzen ist die einzig praktikable Lösung.

Um genauer zu sein, können Dialog und Konsultationen zwischen verschiedenen Ländern Konflikte vermeiden; ein dynamischer globaler Freihandel ohne Barrieren kann das Wirtschaftswachstum ankurbeln; ein überschwänglicher kultureller Austausch kann Missverständnisse überbrücken; kohlenstoffarmes und grünes Wachstum kann die Beziehung zwischen der Umwelt und der menschlichen Gesellschaft wieder ins Gleichgewicht bringen.

Die Demokratisierung der internationalen Beziehungen und die Verbesserung der globalen Governance sind ebenfalls zwingend erforderlich.

Die moderne Geschichte ist Zeuge des fortschreitenden Strebens der Menschheit nach einer fairen und gerechten internationalen Ordnung. Diese unerbittliche Odyssee ist in den Texten des Westfälischen Friedens, der Genfer Konvention und der bahnbrechenden UN-Charta kodiert.

Um diese Aufgabe voranzutreiben, sollten die Länder der Welt, ob groß oder klein, die globalen Angelegenheiten gemeinsam regeln und die Spielregeln der Welt gemeinsam schreiben, um die Dominanz einer oder mehrerer Großmächte auf dem Globus zu vermeiden.

Um die Vision des Aufbaus einer Schicksalsgemeinschaft für die Menschheit in die Realität umzusetzen, ist China im Lauf der Jahre nicht nur ein Befürworter, sondern auch ein Praktiker.

Es ist ein Bewahrer des Geistes der internationalen Solidarität gewesen. Um den Ausbruch der Epidemie zu besiegen, kümmert sich China um mehr als nur um sich selbst. Es hat über 150 Ländern und 10 internationalen Organisationen Hilfe bei der Bekämpfung der Pandemie geleistet und medizinische Expertenteams in 34 Länder entsandt - die größte humanitäre Operation, die China seit 1949 durchgeführt hat.

China ist auch ein Verfechter von gemeinsamen Vorteilen und Win-Win-Kooperationen. Sein Flaggschiff, die „Gürtel und Straße“-Initiative, hat im Lauf der Jahre reale Vorteile wie Arbeitsplätze für die Menschen und Investitionen für die Volkswirtschaften in diesen Ländern gebracht.

Darüber hinaus ist China seit langem ein überzeugter Befürworter des Multilateralismus und des Systems der internationalen Gemeinschaft mit der UN als Kern.

Unter den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats ist China der größte Truppensteller für UN-Friedensmissionen. Es hat die extreme Armut im ganzen Land beseitigt und damit das oberste Ziel der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der UN vorzeitig umgesetzt.

China hat sich außerdem verpflichtet, bis 2030 den Höhepunkt der Kohlendioxid-Emissionen zu erreichen und bis 2060 kohlenstoffneutral zu werden - ein mutiger und verantwortungsvoller Schritt zur Eindämmung der globalen Erwärmung.

In gewisser Weise spiegelt das Lösungskonzept einer multifunktionalen Schweizer Taschenmesser die Komplexität der Probleme wider, für die es entwickelt wurde. Da sich die Welt in einem Umbruch befindet, wie es ihn seit einem Jahrhundert nicht mehr gegeben hat, muss die Menschheit ein solches Werkzeug in der Hand haben.

Indem sie die globale Solidarität mobilisiert, die Zusammenarbeit anregt und die globale Governance neu gestaltet, wird sich Chinas Vision, eine Schicksalsgemeinschaft für die Menschheit aufzubauen, als den verworrenen Prüfungen der Zeit gewachsen erweisen.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)

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