
Das Foto zeigt ein Schmetterlingsexemplar im Zentrum für Weltraumforschung des Ministeriums für Bildung an der Chongqing-Universität in Chongqing im Südwesten Chinas, 2. Februar 2026. (Xinhua/Chen Cheng)
CHONGQING, 4. Februar (Xinhua) -- Forscher der chinesischen Chongqing-Universität gaben am Montag bekannt, dass ein Schmetterling während der Erdumrundung erfolgreich aus seiner Puppe geschlüpft ist und damit wertvolle Daten über das biologische Überleben in der rauen Mikrogravitationsumgebung des Weltraums geliefert hat.
Die Schmetterlingspuppe war in einer kleinen experimentellen Nutzlast für ein Weltraumökosystem eingeschlossen, die vom Forschungsteam der Universität entwickelt und am 13. Dezember 2025 an Bord der Trägerrakete „Kuaizhou-11 Y8“ ins All befördert worden war.
Im Weltraum aufgenommene Fotos zeigen den geschlüpften Schmetterling, wie er sich in der Kapsel bewegt, auf Blättern ruht und mit den Flügeln flattert, was eine bemerkenswerte Anpassung an die Mikrogravitationsumgebung demonstriert.
Aktuelle Daten, die an das Forschungsteam übermittelt wurden, bestätigen stabile Druck-, Temperatur- und Feuchtigkeitswerte innerhalb der versiegelten Kammer der Nutzlast.
In der Mikrogravitationsumgebung stellen das veränderte Verhalten von Flüssigkeiten und der erschwerte Transport von Materialien erhebliche Herausforderungen für den stabilen Betrieb eines intakten, geschlossenen Miniatur-Ökosystems dar.
Nach Überwindung des technischen Engpasses der Oxidation von Magnesiumlegierungen bei hoher Luftfeuchtigkeit habe das Team eine leichte und dennoch robuste Nutzlaststruktur mit einem Gewicht von nur 8,3 Kilogramm entwickelt, die eine Sicherheitsbarriere für das kleine Ökosystem bilde, sagte Xie Gengxin, Chefkonstrukteur der Nutzlast.
Das Design ahmt die ökologischen Kreisläufe der Erde nach und schafft so einen funktionalen Prototyp eines Miniatur-Ökosystems. Dieses autarke, unbemannte System umfasst Pflanzen wie Chilischoten, die Sauerstoff und potenzielle Nahrung für den Schmetterling produzieren, während Mikroorganismen Abfall verarbeiten, um eine stabile Luftzusammensetzung aufrechtzuerhalten.
„Bei dem erfolgreichen Schlüpfen des Schmetterlings geht es nicht nur darum, ein Insekt im Weltraum zu haben, sondern es ist auch ein wichtiger Schritt vorwärts bei der Überprüfung der Machbarkeit des langfristigen Betriebs komplexer Lebenserhaltungssysteme im Orbit", sagte Xie.
Xie merkte an, dass die Vollendung des wichtigsten Lebensprozesses des Schmetterlings in einer extremen Umgebung die Widerstandsfähigkeit des Lebens auf der Erde auf die Probe stelle und wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Lebenserhaltungstechnologien im Weltraum liefere.
Im nächsten Schritt plant das Forschungsteam, sich auf die Überprüfung der Haltbarkeit der Struktur im Orbit, die Anpassungsfähigkeit ihrer Komponenten an die Weltraumumgebung und die langfristige Dichtigkeit der versiegelten Kammer der Nutzlast zu konzentrieren.





