Chinas Zentralbank verteidigt Stabilität des Finanzsystems nach Bewertung von IWF, Weltbank
BEIJING, 7. Dezember (Xinhuanet) -- Chinas Zentralbank drückte am Donnerstag ihr Vertrauen in die Stabilität des Finanzsystems des Landes aus, nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank in mehreren Bewertungsberichten auf potentielle Risiken im System hinwiesen.
Die People's Bank of China (PBOC) sagte, dass die Berichte Chinas Errungenschaften bei den jüngsten Wirtschafts- und Finanzreformen vollständig anerkannt hätten, aber es „in den Berichten einige Angaben und Ansichten [gäbe], mit denen wir nicht einverstanden sind.“
„Die Angaben des Stresstests reflektieren nicht vollständig die Ergebnisse des Tests“, sagte sie auf ihrer Webseite.
Die Berichte sind Teil der Aktualisierung des Bewertungsprogramms des Finanzsektors von China (FSAP). Der IWF und die Weltbank führten das FSAP im Jahr 1999 ein, um die Stabilität und Solidität des Finanzsektors, des Regulierungsrahmenwerks der Mitgliedsvolkswirtschaften und die potentiellen Beiträge des Finanzsektors zum Wachstum zu messen. In China wurde die erste FSAP-Übung 2009-2011 durchgeführt.
Die Aktualisierung, die nach zwei Jahren der Forschung veröffentlicht wurde, besagte, dass Spannungen aufgetreten seien, da China eine notwendige, aber verlängerte wirtschaftliche und finanzielle Transformation durchlaufe, sagte der IWF in einer Erklärung auf dessen Webseite.
Die identifizierten Spannungen umfassen Chinas rasanten Anstieg von Krediten und riskante Darlehen, die von den Banken zu den weniger regulierten Teilen des Finanzsystems wechseln, während implizierte Garantien zu diesen Risiken beitragen.
„Die zunehmende Komplexität des Systems hat Risiken bei der Finanzstabilität gesät“, sagte der IWF und riet China Maßnahmen, wie Stärkung der Überwachung der systemischen Risiken, weitere Verbesserung der Regulierung und Wechsel zu funktionaler Kontrolle, zu ergreifen.
Die PBOC sagte, dass unter den äußerst ungünstigen Szenarios während des Belastungstests die Quote der ersten Stufe der Banken, deren kombinierte Vermögenswerte über 65 Prozent der gesamten Vermögenswerte der Geschäftsbanken in China ausmachten, bei 7 Prozent und darüber geblieben sei, was die starke Belastbarkeit des Finanzsystems bestätige.
Sie sagte, dass Chinas Geschäftsbanken die Bemühungen zur Handhabung der notleidenden Darlehen (NPL) gesteigert hätten und die NPL-Quote auf einem niedrigen Niveau geblieben sei. Die Regulierungskommission für Chinas Bankwesen sagte vorher, dass die NPL-Quote der chinesischen Banken Ende September bei 1,74 Prozent gestanden, und sich gegenüber dem vorherigen Quartal nicht verändert habe.
Laut Daten des IWF lag die NPL-Quote der chinesischen Banken im Jahr 2015 bei 1,674 Prozent, was um einiges niedriger als der weltweite Durchschnitt von 3,925 Prozent ist.
Währenddessen habe sich die Unternehmensrentabilität in diesem Jahr verbessert und die Darlehen der lokalen Regierungen seien durch langfristige Vermögenswerte, die Zahlungsmittel generierten, gestützt worden, wodurch es nur einen begrenzten Spielraum für Unterbewertung der NPL-Quote gäbe, sagte die Zentralbank.
„Die Berichte haben allgemein professionelle und wertvolle Bewertungen des Finanzsystems von China präsentiert und deren Empfehlungen sind im höchsten Maße im Kontext der Vertiefung der Finanzreform in China relevant“, sagte die PBOC.
China werde auf die Empfehlungen zurückgreifen, die Vertiefung der Reform des Finanzsektors fortsetzen, konkrete Maßnahmen zur Eindämmung von Risiken ergreifen und die Kooperation mit interntationalen Organisationen stärken, sagte sie.
(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)

