Höhen und Tiefen der Relikte

1929 wurde das berühmte Schädelfragment des Homo Erectus „Peking-Mensch“, der vor 600.000 Jahren die Erde beschritt, in Zhoukoudian in Beijing gefunden. Zu jener Zeit war die Archäologie eine Neuheit in China. Die Entdeckung löste große Freude unter chinesischen Wissenschaftlern aus. Dann brach der Widerstandskrieg gegen japanische Aggression aus. Die Wissenschaftler beschlossen, das Fragment zur sicheren Aufbewahrung in die USA zu schicken. Die Knochen wurden in zwei Holzkisten verpackt und per Zug nach Qinhuangdao geschickt. Dort sollten sie auf ein Schiff geladen und in die USA gebracht werden. Doch die Japaner fingen den Zug ab und der Peking-Mensch wurde seither nie wieder gesehen.

Dies ist der Houmuwu Ding, das größte noch bestehende zeremonielle Bronzegefäß, einer der wichtigsten Nationalschätze Chinas. Die Nation schuldet einem Bauern Dankbarkeit für seinen Schutz. 1939 fand es der junge Bauer Wu Peiwen im Friedhof seiner Familie in der Provinz Henan

Um zu vermeiden, dass Chinas Schätze in japanische Hände fallen, grub Wu drei Tage lang, um das 3.000 Jahre alte Gefäß im Hof seines Hauses zu vergraben. 1946 wurde es wieder ausgegraben und an die Regierung übergeben. Als es der Öffentlichkeit enthüllt wurde, löste das Gefäß eine Sensation aus. Als die chinesische Kuomintang-Partei (KMT) 1949 den Bürgerkrieg gegen die Kommunistische Partei Chinas verlor und auf die Inselprovinz Taiwan floh, plante sie, das Gefäß mitzunehmen. Doch es wurde am Flughafen zurückgelassen, weil es zu schwer war

Nach vielen Drehungen und  Wendungen wurde es letztendlich in das Chinesische Nationalmuseum gebracht.

Während der Houmuwu Ding sicher aufbewahrt wurde, verschwanden viele andere Objekte. Heute werden mehr als 1,64 Millionen chinesische Antiquitäten in mehr als 200 Museen weltweit aufbewahrt. Es wird geschätzt, dass mehr als 10 Millionen chinesische Relikte auf der ganzen Welt verstreut sind. In den letzten drei Jahrzehnten wurden viele dieser Objekte zurückgeholt.

Xinhuanet Deutsch

Höhen und Tiefen der Relikte

GERMAN.XINHUA.COM 2018-11-09 10:10:23

1929 wurde das berühmte Schädelfragment des Homo Erectus „Peking-Mensch“, der vor 600.000 Jahren die Erde beschritt, in Zhoukoudian in Beijing gefunden. Zu jener Zeit war die Archäologie eine Neuheit in China. Die Entdeckung löste große Freude unter chinesischen Wissenschaftlern aus. Dann brach der Widerstandskrieg gegen japanische Aggression aus. Die Wissenschaftler beschlossen, das Fragment zur sicheren Aufbewahrung in die USA zu schicken. Die Knochen wurden in zwei Holzkisten verpackt und per Zug nach Qinhuangdao geschickt. Dort sollten sie auf ein Schiff geladen und in die USA gebracht werden. Doch die Japaner fingen den Zug ab und der Peking-Mensch wurde seither nie wieder gesehen.

Dies ist der Houmuwu Ding, das größte noch bestehende zeremonielle Bronzegefäß, einer der wichtigsten Nationalschätze Chinas. Die Nation schuldet einem Bauern Dankbarkeit für seinen Schutz. 1939 fand es der junge Bauer Wu Peiwen im Friedhof seiner Familie in der Provinz Henan

Um zu vermeiden, dass Chinas Schätze in japanische Hände fallen, grub Wu drei Tage lang, um das 3.000 Jahre alte Gefäß im Hof seines Hauses zu vergraben. 1946 wurde es wieder ausgegraben und an die Regierung übergeben. Als es der Öffentlichkeit enthüllt wurde, löste das Gefäß eine Sensation aus. Als die chinesische Kuomintang-Partei (KMT) 1949 den Bürgerkrieg gegen die Kommunistische Partei Chinas verlor und auf die Inselprovinz Taiwan floh, plante sie, das Gefäß mitzunehmen. Doch es wurde am Flughafen zurückgelassen, weil es zu schwer war

Nach vielen Drehungen und  Wendungen wurde es letztendlich in das Chinesische Nationalmuseum gebracht.

Während der Houmuwu Ding sicher aufbewahrt wurde, verschwanden viele andere Objekte. Heute werden mehr als 1,64 Millionen chinesische Antiquitäten in mehr als 200 Museen weltweit aufbewahrt. Es wird geschätzt, dass mehr als 10 Millionen chinesische Relikte auf der ganzen Welt verstreut sind. In den letzten drei Jahrzehnten wurden viele dieser Objekte zurückgeholt.

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