Industriegewinne im Oktober in China um 4,6 Prozent zurückgegangen

BEIJING, 29. November (Xinhuanet) -- Chinas Industriegewinne sind im Oktober im Jahresvergleich um ganze 4,6 Prozent zurückgegangen.

Der starke Rückgang führt zu einem weiteren Aufschub der Wirtschaftserholung und vergrößert das Ausfallrisiko bei Firmenschulden.

Die Daten, die am Freitag vom Staatlichen Statistikamt (NBS) gemeldet wurden, wurden hauptsächlich von den Energie- und Rohstoff-intensiven Industrien mit Problemen der Überkapazität beeinflusst, einschließlich der Öl-, Stahl- und Kohleindustrie. Doch die High-Tech-Herstellungsindustrie erreichte einen Gewinnzuwachs von 14,2 Prozent im Jahresvergleich. Die Gewinne in der Ausrüstungsfertigungsindustrie stiegen um 8,6 Prozent, so das NBS.

In den ersten zehn Monaten gingen die Industriegewinne um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück und erreichten einen Gesamtwert von 4,87 Billionen Yuan (717 Milliarden Euro). Unter dem Druck des Wirtschaftsabschwungs sei der Umsatz der Industrieproduktion rasch gesunken, während die gesteigerten Kosten auch das Netto-Einkommen hätten sinken lassen, so He Ping, Ökonom beim NBS. Eine Reihe von Wirtschaftsindikatoren im Oktober veranlassen zu der Annahme, dass die weltweit zweitgrößte Wirtschaft noch keine Erholung verzeichnet, nachdem das BIP im dritten Quartal auf ein sechsjähriges Tief von 6,9 Prozent gesunken war, auch wenn die Regierung sich bemüht, das Wachstum durch monetäre und steuerrechtliche Maßnahmen zu unterstützen.

Am Freitag sank der reguläre tägliche Referenzkurs des Onshore-RMB auf 6,3915 pro US-Dollar, den geringsten seit dem 20. August, beeinflusst durch Erwartungen einer Abwertung in Offshore-Märkten inmitten des Abwärtsdrucks. Chen Kaiyang, Manager bei Bosera Asset Management, sagte: "Traditionelle Industrieunternehmen und kleine Unternehmen werden vor größeren Herausforderungen stehen, um während des wirtschaftlichen Restrukturierungsprozesses zu überleben, außerdem verlangsamt sich die gesamte Wirtschaft kontinuierlich." Forderungsausfälle könnten steigen, insbesondere zum Jahresende, wenn der Finanzmarkt einer Verschärfung der Liquidität gegenübersteht, und Investoren sollten sich des potentiellen systematischen Risikos bewusst sein, so Chen.

Einer Stellungnahme von Shanghai Clearing House zufolge hatten mit Stand vom 20. November mindestens 43 Unternehmen ihre Pläne aufgegeben, Schuldenverschreibungen auszustellen, die insgesamt nahezu 46,7 Milliarden Yuan erreichen könnten. Die meisten dieser Unternehmen waren aus der Stahl- und Zementproduktionsindustrie.

Die Chinamoney-Website, verwaltet von der Chinesischen Volksbank, erklärte, dass mindestens sechs Unternehmen bislang in diesem Jahr Yuan-denominierte Unternehmensanleihen nicht bezahlt hätten. Auf der Website hieß es außerdem, dass mehr chinesische Unternehmen Probleme hätten, Schuldenverschreibungen zurückzuzahlen, darunter Jiangsu Lvling Runfa Chemical, ein Düngemittel-Hersteller, und die Sichuan Shengda Group.

(Quelle: german.china.com.cn)

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Mehr als die Hälfte chinesischer Unternehmen erzielt Gewinne im Ausland

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Xinhuanet Deutsch

Industriegewinne im Oktober in China um 4,6 Prozent zurückgegangen

GERMAN.XINHUA.COM 2015-11-30 11:05:21

BEIJING, 29. November (Xinhuanet) -- Chinas Industriegewinne sind im Oktober im Jahresvergleich um ganze 4,6 Prozent zurückgegangen.

Der starke Rückgang führt zu einem weiteren Aufschub der Wirtschaftserholung und vergrößert das Ausfallrisiko bei Firmenschulden.

Die Daten, die am Freitag vom Staatlichen Statistikamt (NBS) gemeldet wurden, wurden hauptsächlich von den Energie- und Rohstoff-intensiven Industrien mit Problemen der Überkapazität beeinflusst, einschließlich der Öl-, Stahl- und Kohleindustrie. Doch die High-Tech-Herstellungsindustrie erreichte einen Gewinnzuwachs von 14,2 Prozent im Jahresvergleich. Die Gewinne in der Ausrüstungsfertigungsindustrie stiegen um 8,6 Prozent, so das NBS.

In den ersten zehn Monaten gingen die Industriegewinne um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück und erreichten einen Gesamtwert von 4,87 Billionen Yuan (717 Milliarden Euro). Unter dem Druck des Wirtschaftsabschwungs sei der Umsatz der Industrieproduktion rasch gesunken, während die gesteigerten Kosten auch das Netto-Einkommen hätten sinken lassen, so He Ping, Ökonom beim NBS. Eine Reihe von Wirtschaftsindikatoren im Oktober veranlassen zu der Annahme, dass die weltweit zweitgrößte Wirtschaft noch keine Erholung verzeichnet, nachdem das BIP im dritten Quartal auf ein sechsjähriges Tief von 6,9 Prozent gesunken war, auch wenn die Regierung sich bemüht, das Wachstum durch monetäre und steuerrechtliche Maßnahmen zu unterstützen.

Am Freitag sank der reguläre tägliche Referenzkurs des Onshore-RMB auf 6,3915 pro US-Dollar, den geringsten seit dem 20. August, beeinflusst durch Erwartungen einer Abwertung in Offshore-Märkten inmitten des Abwärtsdrucks. Chen Kaiyang, Manager bei Bosera Asset Management, sagte: "Traditionelle Industrieunternehmen und kleine Unternehmen werden vor größeren Herausforderungen stehen, um während des wirtschaftlichen Restrukturierungsprozesses zu überleben, außerdem verlangsamt sich die gesamte Wirtschaft kontinuierlich." Forderungsausfälle könnten steigen, insbesondere zum Jahresende, wenn der Finanzmarkt einer Verschärfung der Liquidität gegenübersteht, und Investoren sollten sich des potentiellen systematischen Risikos bewusst sein, so Chen.

Einer Stellungnahme von Shanghai Clearing House zufolge hatten mit Stand vom 20. November mindestens 43 Unternehmen ihre Pläne aufgegeben, Schuldenverschreibungen auszustellen, die insgesamt nahezu 46,7 Milliarden Yuan erreichen könnten. Die meisten dieser Unternehmen waren aus der Stahl- und Zementproduktionsindustrie.

Die Chinamoney-Website, verwaltet von der Chinesischen Volksbank, erklärte, dass mindestens sechs Unternehmen bislang in diesem Jahr Yuan-denominierte Unternehmensanleihen nicht bezahlt hätten. Auf der Website hieß es außerdem, dass mehr chinesische Unternehmen Probleme hätten, Schuldenverschreibungen zurückzuzahlen, darunter Jiangsu Lvling Runfa Chemical, ein Düngemittel-Hersteller, und die Sichuan Shengda Group.

(Quelle: german.china.com.cn)

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