Ausblick 2016: Was wird künstliche Intelligenz bewältigen können?

Von Li Mi

BEIJING, 3. Januar 2016 (Xinhuanet) -- 2015 war das Jahr der künstlichen Intelligenz: Roboter übernahmen die Produktion in Betrieben, automatisierte Autosteuerung wurde in die Tat umgesetzt und eine Barbie-Puppe mit Internetanschluss konnte sich mit Hilfe von Spracherkennung mit Kindern unterhalten. Welche Entwicklungsaussichten bestehen für künstliche Intelligenz im Jahr 2016? Nach Meinungen der Experten wird sie einen Entwicklungssprung machen, als hätte sie eine Doping-Spritze erhalten.

Roboter finden zurzeit hauptsächlich in exakt eingestellten Arbeitsumgebungen Anwendung und erledigen präzise und sich wiederholende Arbeiten sehr effizient. Jedoch werden Roboter meist zu „Idioten“, wenn sie mit neuen Aufgaben, die sie zuvor noch nicht durchgeführt haben, oder mit einer neuen, unbestimmten Umgebung konfrontiert sind.

Roman Yampolskiy, Direktor des Labors für Internetsicherheit der University of Louisville, meinte, auf dem Gebiet des CNN (Convolutional Neural Network; dt. etwa „faltendes neurales Netzwerk“) im vertieften Lernen von Computern werde eine rasche Entwicklung zu beobachten sein. Die Anwendung von Supercomputern werde diesen Bereich zu einem der Entwicklungsschwerpunkte künstlicher Intelligenz machen. Die Fähigkeit von Computern, die menschliche Sprache zu verstehen, werde sich letztendlich in Richtung einer barrierefreien Kommunikation zwischen Mensch und Computer entwickeln.

Die immer präziseren Erkennungssysteme für Bilder, Stimmen und Gesichter befähigen Computer zur Beurteilung des emotionalen Zustandes von Menschen. Wenn sich diese Technik gut entwickelt, wird sie in den Bereichen Bildung, Heilung von Depressionen, klinische Prognoseeinschätzung, intelligente Kundendienstleistungen, Online-Shopping etc. breite Anwendung finden.

Viele Experte meinen, die betreffende Ethikforschung müsse der raschen Entwicklung der Forschung zur Technik künstlicher Intelligenz vorangehen. Immer mehr Technikentwickler, Computerwissenschaftler und Ingenieure stellen fest, dass sie bei ihren Forschungen und Entwicklungen auf die Meinungen Dritter angewiesen sind, um ihre Programme aufzubauen.

Wie soll bei der automatisierten Autosteuerung beispielsweise das System reagieren, wenn das Auto auf der Fahrt einem Tier begegnet, das gerade die Straße überquert? Wie soll der Code dafür programmiert werden? Wie ist zwischen dem Wert des Lebens von Menschen und Tieren abzuwägen? Ist ein Mensch mehr wert als 100 Katzen? Und wie verhält es sich bei einer Million Katzen?

Experten behaupten, dass Wissenschaftler und Ingenieure allein dieses Problem nicht lösen können. Es müsse zunächst jemand eine Antwort geben.

(gemäß Nachrichtenagentur Xinhua)

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GERMAN.XINHUA.COM 2016-01-05 16:10:31

Von Li Mi

BEIJING, 3. Januar 2016 (Xinhuanet) -- 2015 war das Jahr der künstlichen Intelligenz: Roboter übernahmen die Produktion in Betrieben, automatisierte Autosteuerung wurde in die Tat umgesetzt und eine Barbie-Puppe mit Internetanschluss konnte sich mit Hilfe von Spracherkennung mit Kindern unterhalten. Welche Entwicklungsaussichten bestehen für künstliche Intelligenz im Jahr 2016? Nach Meinungen der Experten wird sie einen Entwicklungssprung machen, als hätte sie eine Doping-Spritze erhalten.

Roboter finden zurzeit hauptsächlich in exakt eingestellten Arbeitsumgebungen Anwendung und erledigen präzise und sich wiederholende Arbeiten sehr effizient. Jedoch werden Roboter meist zu „Idioten“, wenn sie mit neuen Aufgaben, die sie zuvor noch nicht durchgeführt haben, oder mit einer neuen, unbestimmten Umgebung konfrontiert sind.

Roman Yampolskiy, Direktor des Labors für Internetsicherheit der University of Louisville, meinte, auf dem Gebiet des CNN (Convolutional Neural Network; dt. etwa „faltendes neurales Netzwerk“) im vertieften Lernen von Computern werde eine rasche Entwicklung zu beobachten sein. Die Anwendung von Supercomputern werde diesen Bereich zu einem der Entwicklungsschwerpunkte künstlicher Intelligenz machen. Die Fähigkeit von Computern, die menschliche Sprache zu verstehen, werde sich letztendlich in Richtung einer barrierefreien Kommunikation zwischen Mensch und Computer entwickeln.

Die immer präziseren Erkennungssysteme für Bilder, Stimmen und Gesichter befähigen Computer zur Beurteilung des emotionalen Zustandes von Menschen. Wenn sich diese Technik gut entwickelt, wird sie in den Bereichen Bildung, Heilung von Depressionen, klinische Prognoseeinschätzung, intelligente Kundendienstleistungen, Online-Shopping etc. breite Anwendung finden.

Viele Experte meinen, die betreffende Ethikforschung müsse der raschen Entwicklung der Forschung zur Technik künstlicher Intelligenz vorangehen. Immer mehr Technikentwickler, Computerwissenschaftler und Ingenieure stellen fest, dass sie bei ihren Forschungen und Entwicklungen auf die Meinungen Dritter angewiesen sind, um ihre Programme aufzubauen.

Wie soll bei der automatisierten Autosteuerung beispielsweise das System reagieren, wenn das Auto auf der Fahrt einem Tier begegnet, das gerade die Straße überquert? Wie soll der Code dafür programmiert werden? Wie ist zwischen dem Wert des Lebens von Menschen und Tieren abzuwägen? Ist ein Mensch mehr wert als 100 Katzen? Und wie verhält es sich bei einer Million Katzen?

Experten behaupten, dass Wissenschaftler und Ingenieure allein dieses Problem nicht lösen können. Es müsse zunächst jemand eine Antwort geben.

(gemäß Nachrichtenagentur Xinhua)

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